--- title: "Wie es Unternehmen leichtfallen kann, Kommunikationsstrategien wirklich zu implementieren" description: "Methoden zur nachhaltigen Verankerung von Kommunikationsstrategien: Top-Down-Commitment, Co-Creation, Prozessanpassung und Stakeholder-Einbindung." canonical_url: "https://www.shiftmarkom.de/mediathek/asset/nutzerzentrierung-in-der-kommunikation.html" published: "2022-03-29" updated: "2026-04-24" language: "de" content_type: "VideoObject" publisher: "" --- # Wie es Unternehmen leichtfallen kann, Kommunikationsstrategien wirklich zu implementieren **Aufgezeichnet am:** 28.04.2022 **Dauer:** 20 Min. ## Sprecher - [Stefanie Söhnchen](/experten/stefanie-soehnchen.html) — Vice President Digital Strategy, FleishmanHillard Germany Methoden zur nachhaltigen Verankerung von Kommunikationsstrategien: Top-Down-Commitment, Co-Creation, Prozessanpassung und Stakeholder-Einbindung. Kommunikationsverantwortliche in großen Unternehmen stehen häufig vor der Herausforderung, Strategien nicht nur zu entwickeln, sondern auch nachhaltig im Arbeitsalltag zu verankern. Im Talk erläutert eine Vice President Digital Strategy, wie sich die Lücke zwischen Strategiepapier und operativer Umsetzung schließen lässt. Der Beitrag adressiert typische Stolpersteine wie mangelndes Top-Management-Buy-in, Überforderung operativer Teams und fehlende Nutzerzentrierung. Im Mittelpunkt steht ein methodischer Zugang, der auf die aktive Einbindung von Führungskräften und operativen Teams sowie die gezielte Steuerung des Change-Prozesses setzt. Kern der Argumentation ist die konsequente Verzahnung von Top-Down-Commitment und partizipativen Formaten wie Co-Creation-Workshops. Die Sprecherin empfiehlt, das Management frühzeitig einzubinden, Ziele und Auswirkungen transparent zu machen und angrenzende Bereiche wie Produktmanagement oder Operations einzubeziehen. Für die Umsetzung im Alltag setzt sie auf differenzierte Lernangebote, individuelle Reflexionshilfen und regelmäßige Austauschformate. Die Anpassung von Prozessen, Verantwortlichkeiten und die Einbindung externer Dienstleister werden als zentrale Hebel benannt. Im Q&A werden Priorisierung bei der Einbindung von Mitarbeitenden, die Bedeutung von Wettbewerbsanalysen für das Management-Buy-in und die Herausforderungen des prozessualen Wandels vertieft. Abschließend fasst die Sprecherin ihre Empfehlungen in fünf konkreten Schritten zusammen, die von der Management-Einbindung bis zur kontinuierlichen Überprüfung der Umsetzung reichen. ## Kernaussagen -

Eine Kommunikationsstrategie scheitert oft an fehlender Umsetzung, wenn das Top-Management nicht vollumfänglich dahintersteht. - Co-Creation-Workshops und die Einbindung relevanter interner Stakeholder sind entscheidend, um Akzeptanz und Nutzerzentrierung zu erreichen. - Die Implementierung einer neuen Kommunikationsstrategie erfordert eine klare interne Kommunikation, angepasste Prozesse und gezielte Trainings für unterschiedliche Lerntypen. - Der Change-Prozess muss als langfristige Transformation verstanden werden, die kontinuierliche Unterstützung, Feedbackschleifen und internes Lobbying benötigt. - Externe Dienstleister und alle mit Außenkommunikation betrauten Bereiche müssen aktiv in die neue Strategie eingebunden und gebrieft werden.

## Zitat > Eine Strategie, im besten Fall eine Kommunikationsstrategie, bedeutet nicht, wir schmeißen jetzt alles raus und machen alles neu. Im besten Fall baut eine neue Strategie auf dem Bestehenden auf und bezieht aktuelle Entwicklungen ein. – Stefanie S\u00f6hnchen Wenn das Management nicht komplett hinter der neuen Kommunikationsstrategie steht und diese aktiv mitträgt, ist die Umsetzung mit hoher Wahrscheinlichkeit zum Scheitern verurteilt. – Stefanie S\u00f6hnchen Die eigentliche Arbeit beginnt erst mit der Vorstellung der Strategie: Unterschiedliche Lerntypen, interne Nutzerzentrierung und kontinuierliche Begleitung sind entscheidend, damit die Implementierung gelingt. – Stefanie S\u00f6hnchen