Sarah Sunderbrink, Senior Lead Influencer Relations bei Zooplus, gibt einen praxisnahen Einblick in die Entwicklung und Implementierung internationaler Influencer-Kampagnen im E-Commerce für Heimtierbedarf. Im Mittelpunkt steht der Aufbau strukturierter, datenbasierter Prozesse in einem multinationalen Unternehmen mit über 1.000 Mitarbeitenden. Der Beitrag adressiert die Herausforderungen bei der Einführung von Influencer Relations in einem Umfeld, das zuvor auf Affiliate- und Display-Marketing fokussiert war. Sunderbrink beschreibt die Notwendigkeit intensiver interner Überzeugungsarbeit, die Entwicklung eines detaillierten Kampagnen-Frameworks und die Etablierung klarer Workflows für Auswahl, Briefing und Vertragsmanagement. Besonderes Augenmerk liegt auf der länderspezifischen rechtlichen und steuerlichen Absicherung sowie auf teamübergreifenden Enablement-Trainings zur eigenständigen Umsetzung in den Top-Märkten.
Im inhaltlichen Fokus stehen die datenbasierte Auswahl von Influencern nach strikten Fit-Kriterien, die standardisierte Kampagnenmechanik mit Storytelling-Dach sowie die kontinuierliche KPI-Analyse zur Optimierung und Skalierung. Sunderbrink setzt auf Proof-of-Concepts, um Prozesse und Marktunterschiede zu validieren, und nutzt das Tool Sidekick für die Auswahl und Analyse der Influencer. Die Kampagnen kombinieren verschiedene Formate wie Product Haul, Gewinnspiel und Discount-Code, wobei mittelgroße und kleine Influencer häufig bessere Performance liefern als große Accounts. Die Ergebnisanalyse zeigt signifikante Unterschiede zwischen den Märkten und unterstreicht die Bedeutung klar definierter Prozesse vor Kampagnenstart. Sunderbrink empfiehlt, Influencer Relations als langfristige Partnerschaft mit konsequenter, datenbasierter Steuerung und authentischem Storytelling zu etablieren.
