Dr. Kerstin Hoffmann, eine erfahrene Kommunikations- und Strategieberaterin, beleuchtet in einem Interview die Herausforderungen und Chancen der digitalen Kommunikation während der Corona-Krise. Der Beitrag bietet eine tiefgehende Analyse der strategischen Gestaltung von Markenbotschafter-Programmen und der Bedeutung werteorientierter Kommunikation in Krisenzeiten. Besonders hervorzuheben ist der praxisnahe Zugang, den Hoffmann durch ihre eigenen Erfahrungen und methodischen Empfehlungen bietet. Sie diskutiert die Auswirkungen der Pandemie auf Kommunikationsstile und interne Prozesse und zeigt auf, wie Unternehmen durch Zuhören und Werteorientierung ihre Community stärken können.
Im Interview betont Hoffmann, dass Unternehmen nicht keine Markenbotschafter haben können, da jede Handlung von Mitarbeitenden auf die Marke abstrahlt. Sie hebt die Notwendigkeit hervor, digitale Kommunikation authentisch zu gestalten und mehr auf Zuhören als auf Senden zu setzen. Hoffmann beschreibt, wie die Pandemie den Kommunikationsstil persönlicher gemacht hat und sieht darin eine positive Entwicklung. Sie warnt jedoch vor der Gefahr, bestimmte Bevölkerungsgruppen in der Digitalisierung abzuhängen. Zudem empfiehlt sie Unternehmen, Provisorien zuzulassen und die aktuelle Sensibilität für Werteorientierung strategisch zu dokumentieren. Die Steuerung von Markenbotschaftern erfordert klare Regeln und Unterstützung, da Kontrolle in der digitalen Kommunikation eine Illusion ist.
