Digitale Events als neue Kommunikationsformate im Post-Corona-Zeitalter

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Digitale Events als neue Kommunikationsformate im Post-Corona-Zeitalter
Mitschnitt-Länge: 45 Minuten
Mitschrift verfügbar

Digitale Events als eigenständige Kommunikationsformate: Chancen, Herausforderungen und praxisnahe Einblicke für Event-Manager und Kommunikationsverantwortliche.

Im Interview mit Jan Philipp Warp, Managing Director Digital Innovation & Integrated Media bei BCW Global, wird die Rolle digitaler Events als eigenständige Kommunikationsformate im Unternehmenskontext beleuchtet. Der Beitrag bietet praxisnahe Einblicke in die Herausforderungen und Chancen, die sich aus der digitalen Transformation und veränderten Kommunikationsanforderungen ergeben. Besonders im Fokus stehen die Planung und Durchführung virtueller und hybrider Events, die nicht nur als Notlösung, sondern als eigenständige Chance betrachtet werden sollten. Die Diskussion adressiert die Notwendigkeit, digitale Formate effizient zu integrieren und die Teilnehmerinteraktion zu steigern, um den veränderten Erwartungen gerecht zu werden.


Warp hebt hervor, dass digitale Events eine nachhaltige Alternative zu reinen Präsenzveranstaltungen bieten und durch die Kombination von Live- und vorproduzierten Inhalten die Qualität und Flexibilität erhöhen können. Er betont die Bedeutung einer horizontalen Eventplanung, bei der Inhalte über einen längeren Zeitraum verteilt werden, um die Interaktion zu fördern und die Teilnehmerbindung zu erhöhen. Warp sieht in der Virtualisierung von Newsroom-Konzepten und der Integration von Interaktionsformaten zentrale Herausforderungen, die durch innovative Tools adressiert werden müssen. Er empfiehlt, neue Formate zu testen und die Planung an den Bedürfnissen der Zielgruppe auszurichten, um die Chancen der digitalen Transformation aktiv zu nutzen.

Ich glaube, das Wesentliche ist tatsächlich, dass man das zum einen als Chance anerkennt, neue Sachen auszuprobieren. – Jan Philipp Warp


Es gibt einfach wahnsinnig viele Felder. Ich glaube, das Hauptding ist so ein bisschen das, was ich eben schon gesagt hatte, dass sich zum einen natürlich vieles gerade am Anfang, auch so die erste Lockdown-Phase, massiv in Richtung digital verschoben hat. – Jan Philipp Warp


Ich glaube, wir müssen zumindest dahin kommen und werden wir auch tun künftig, dass man mehr abwägt und bewusster das entscheidet. – Jan Philipp Warp

  • Virtuelle Events erfordern eine andere Planung als klassische Präsenzveranstaltungen, da Aufmerksamkeitsspannen kürzer sind und Ablenkungen zunehmen.
  • Hybride Veranstaltungsformate bieten eine nachhaltige Alternative zu reinen Präsenzveranstaltungen und unterstützen Work-Life-Balance sowie Klimaziele.
  • Die Integration von Live- und vorproduzierten Inhalten kann die Qualität und Flexibilität virtueller Events erhöhen.
  • Networking und Interaktion sind zentrale Herausforderungen bei virtuellen Events, die durch innovative Tools und Formate adressiert werden müssen.
  • Die Professionalisierung von virtuellen Events sollte Authentizität nicht ausschließen, sondern gezielt fördern.

Digitale Events als neue Kommunikationsformate im Unternehmenskontext sind von strategischer Relevanz, da sie die Art und Weise, wie Unternehmen mit ihren Stakeholdern interagieren, grundlegend verändern. Der Beitrag beleuchtet die Herausforderungen und Chancen, die sich aus der Zwangsdigitalisierung und dem Wandel der Kommunikationskultur ergeben. Ein zentrales Spannungsfeld besteht in der Notwendigkeit, traditionelle Präsenzveranstaltungen nicht einfach ins Digitale zu übertragen, sondern neue, hybride Formate zu entwickeln, die den veränderten Erwartungen und Bedürfnissen der Zielgruppen gerecht werden. Dies erfordert ein Umdenken in der Eventplanung, weg von der klassischen vertikalen Struktur hin zu einer horizontalen, iterativen Planung, die Flexibilität und Interaktion fördert. Der Beitrag macht deutlich, dass die Integration digitaler Formate nicht nur eine technische, sondern auch eine kulturelle Herausforderung darstellt, die von Unternehmen proaktiv angegangen werden muss.


Aus dem Beitrag lassen sich mehrere handlungsrelevante Prinzipien ableiten. Unternehmen sollten digitale Events als eigenständige Formate begreifen und nicht als Notlösung. Die iterative Entwicklung von Eventformaten, die Nutzung hybrider Ansätze und die Ausrichtung an den Bedürfnissen der Zielgruppe sind entscheidend für den Erfolg. Der Beitrag fordert dazu auf, die Chancen der digitalen Transformation aktiv zu nutzen und neue Formate zu testen, um Erfahrungen zu sammeln. Dies verschiebt die Perspektive von einer reinen Eventplanung hin zu einer strategischen Kommunikationsgestaltung, die sowohl operative Praxis als auch kulturellen Wandel berücksichtigt. Die Zielgruppe wird ermutigt, die Professionalisierung digitaler Events voranzutreiben, ohne dabei die Authentizität zu verlieren, und die Interaktionsmöglichkeiten zu erweitern, um die Teilnehmerbindung zu stärken.

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