Diskussion: Wichtige Rollen und Verantwortlichkeiten für erfolgreiches Content Marketing

Diskussion: Wichtige Rollen und Verantwortlichkeiten für erfolgreiches Content Marketing
Mitschnitt-Länge: 20 Minuten
Mitschrift verfügbar

Klare Rollen im Content Marketing fördern Zusammenarbeit und Wertschöpfung. Erfahren Sie, wie Silodenken überwunden wird.

Im Rahmen der Shift/HR Talks 2022 diskutieren Expert:innen aus dem B2B-Content-Marketing die entscheidenden Rollen und Verantwortlichkeiten für eine erfolgreiche strategische Content-Architektur in mittleren bis großen Unternehmen. Der Beitrag bietet praxisnahe Einblicke in die Herausforderungen und Chancen, die mit der klaren Rollenverteilung und interdisziplinären Zusammenarbeit verbunden sind. Besonders hervorgehoben wird die Notwendigkeit, Silodenken zu überwinden und eine nachhaltige Content-Strategie zu etablieren, die auf Wertschöpfung und Relevanz abzielt.


Die Diskussion zeigt, dass eine klare Differenzierung der Rollen zwischen Strategie-Managern, Themen-Managern und operativen Kanal-Managern essenziell ist. Die Panelisten betonen, dass der Content Manager zunehmend als Enabler und Change Manager fungiert, der interne Netzwerke aufbaut und die Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Disziplinen fördert. Ein zentrales Thema ist die Entwicklung einer gemeinsamen Themenarchitektur, die Zeit und Geduld erfordert. Die Teilnehmenden empfehlen, den Austausch zwischen den Disziplinen zu intensivieren und die Moderationskompetenz im Themenmanagement zu stärken, um Synergien zu schaffen und die Zielerreichung zu unterstützen.

Ich habe keinen erlebt, der sagt: „Ich habe gerade nichts zu tun und ich würde mal gerne irgendwie noch etwas anderes tun." Die sind alle extrem unter Druck gesetzt und eigentlich getrieben davon, jetzt oft auch völlig falschen KPIs hinterherzurennen. – Björn Negelmann


Der Content Manager wird auf dem Weg zum systematischen Ansatz viel mehr zum Change Manager und Enabler, also irgendwie interne Units und Personen zusammenzubringen. – ReferentInnen der Session


Ich glaube, der Ansatz ist ganz wichtig: Die Strategie oder die Strategie-Manager oben drüber, dann die Themen-Manager auch eben als Connect in die Fachbereiche hinein, um die zu unterstützen und die Kanal-Manager. – ReferentInnen der Session

  • Reichweite und Engagement sind wichtige KPIs, aber ohne Wertschöpfung bleibt ihr Nutzen begrenzt.
  • Eine klare Rollenverteilung zwischen Strategie-Managern, Themen-Managern und Kanal-Managern ist essenziell für effektives Content-Marketing.
  • Interdisziplinäre Zusammenarbeit und der Abbau von Silodenken fördern die Entwicklung relevanter und kundenorientierter Inhalte.
  • Content-Strategien müssen operationalisierbar sein und von allen Beteiligten verstanden werden, um erfolgreich zu sein.
  • Ein Themen-Manager fungiert als Moderator, der unterschiedliche Perspektiven zusammenführt und Synergien schafft.

Die Diskussion über Rollen und Verantwortlichkeiten im Content Marketing beleuchtet ein zentrales Spannungsfeld in der strategischen Content-Architektur von B2B-Unternehmen. Im Fokus steht die Notwendigkeit, klare Rollenverteilungen zu etablieren, um interdisziplinäre Zusammenarbeit zu fördern und Silodenken abzubauen. Diese strukturelle Herausforderung wird durch die zunehmende Komplexität der digitalen Kommunikationslandschaft verschärft, in der Reichweite und Engagement oft als isolierte Kennzahlen betrachtet werden, ohne den Bezug zur Wertschöpfung herzustellen. Der Beitrag macht deutlich, dass die Transformation hin zu einer effektiven Content-Strategie nicht nur technologische Anpassungen, sondern auch einen kulturellen Wandel erfordert, bei dem alle Beteiligten ein gemeinsames Verständnis von Wertschöpfung entwickeln. Ein blinder Fleck in vielen Unternehmen ist die fehlende Zeit und Bereitschaft, dieses Verständnis zu vertiefen, was zu einer Diskrepanz zwischen strategischen Zielen und operativer Umsetzung führt.


Aus der Diskussion ergeben sich handlungsrelevante Prinzipien, die die Zielgruppe zur Reflexion und Anpassung ihrer Praxis anregen. Die Panelisten betonen die Bedeutung kleiner, konsistenter Schritte bei der Entwicklung einer Themenarchitektur und die Notwendigkeit, Mitarbeitenden Freiräume zu schaffen, um strategische Prozesse erfolgreich zu etablieren. Der Beitrag fordert dazu auf, die Moderationskompetenz im Themenmanagement zu stärken und den Austausch zwischen Disziplinen zu intensivieren, um Synergien zu schaffen. Diese Perspektive verschiebt den Fokus von einer rein operativen Praxis hin zu einem strategischen Ziel, das kulturellen Wandel und die Überwindung von Barrieren in den Vordergrund stellt. Der Content Manager wird dabei zum Enabler und Change Manager, der interne Netzwerke aufbaut und die Zusammenarbeit fördert, was letztlich die Relevanz und Wertschöpfung von Inhalten systematisch steigert.

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