Fachbeitrag: Warum wir über Community-Konzepte im Kontext der Customer Experience sprechen müssen!

Fachbeitrag: Warum wir über Community-Konzepte im Kontext der Customer Experience sprechen müssen!
Mitschnitt-Länge: 30 Minuten
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Interaktive Markenerlebnisse stärken Kundenbindung und reduzieren Abhängigkeit von großen Plattformen durch eigene Community-Plattformen.

Michael Nenninger, CEO von Voycer, beleuchtet in seiner Impuls-Keynote die strategische Bedeutung des Community-Aufbaus auf eigenen Markenplattformen im Kontext von Customer Experience. Der Beitrag richtet sich an Marketingverantwortliche in mittelgroßen Konsumgüterunternehmen und Heads of Digital Marketing großer E-Commerce-Anbieter. Er bietet praxisnahe Einblicke, wie interaktive Markenerlebnisse die Kundenbindung stärken und die Abhängigkeit von großen Plattformen wie Facebook und Amazon reduzieren können. Durch die Integration von Social-Austauschformaten auf eigenen Plattformen wird eine authentische und emotionale Kundeninteraktion ermöglicht, die von den Nutzern selbst gestaltet wird.


Im Zentrum der Diskussion steht die Herausforderung der Kundengewinnung im Online-Marketing, die durch die Dominanz großer Plattformen erschwert wird. Nenninger argumentiert, dass Marken langfristige Strategien entwickeln müssen, um ihre Kundenbeziehungen unabhängig von diesen Plattformen zu gestalten. Er verweist auf erfolgreiche Beispiele, bei denen Voycer als Technologieanbieter innerhalb kürzester Zeit funktionale Community-Plattformen bereitgestellt hat. Diese Plattformen bieten Interaktionsmöglichkeiten wie Fragen und Antworten und ermöglichen es Marken, authentische Erlebnisse zu schaffen. Abschließend betont Nenninger, dass die besten Erlebnisse durch die Kunden selbst entstehen und empfiehlt, Markenseiten konsequent als emotionale Erlebniswelten zu gestalten.

Marken müssen ihre eigenen Erlebniswelten schaffen, um Kunden langfristig zu binden. Die Interaktion auf der eigenen Markenseite ist entscheidend, nicht auf Plattformen wie Facebook. – Michael Nenninger


Die Herausforderung im Online-Marketing besteht darin, nicht nur bestehende Kunden immer wieder anzusprechen, sondern tatsächlich neue Kunden zu gewinnen. – Michael Nenninger


Im Onlinehandel dominieren wenige große Player den Markt. Marken müssen eigene Strategien entwickeln, um ihre Kundenbeziehungen zu stärken und nicht von diesen Oligopolen abhängig zu sein. – Michael Nenninger

  • Marken sollten interaktive Erlebnisse auf eigenen Plattformen schaffen, um Kundenbindung zu stärken und Abhängigkeiten von Drittplattformen wie Facebook zu reduzieren.
  • Kundengewinnung im Online-Marketing ist oft ineffizient, da Kunden immer wieder neu angesprochen werden müssen.
  • Eine starke Community auf der eigenen Markenplattform ermöglicht authentische und emotionale Erlebnisse, die von Nutzern selbst generiert werden.
  • Die Dominanz großer Plattformen wie Google, Facebook und Amazon erschwert es Marken, die Kundenschnittstelle zu kontrollieren.
  • Marken müssen langfristige Strategien entwickeln, um ihre Kundenbeziehungen unabhängig von Drittplattformen zu gestalten.

Die strategische Relevanz des Beitrags liegt in der kritischen Auseinandersetzung mit der Abhängigkeit von großen Plattformen wie Facebook und Google im Kontext der Customer Experience. Für Marketingverantwortliche in Konsumgüterunternehmen und E-Commerce-Anbieter stellt sich die Herausforderung, eigene Markenplattformen zu entwickeln, um authentische und interaktive Erlebnisse zu schaffen. Der Beitrag beleuchtet das Spannungsfeld zwischen der Notwendigkeit, Kundenbindung zu stärken, und der Schwierigkeit, interne Akzeptanz für den Aufbau von Communities zu gewinnen. Diese Transformation erfordert ein Umdenken: Weg von der reinen Nutzung externer Plattformen hin zu einer eigenständigen Gestaltung der Kundenschnittstelle. Dabei wird ein blinder Fleck sichtbar, nämlich die oft unterschätzte Bedeutung von Nutzer-generierten Inhalten, die emotional und authentisch wirken.


Der Vortrag von Michael Nenninger liefert handlungsrelevante Impulse, indem er Marken dazu auffordert, ihre Plattformen als Erlebniswelten zu gestalten, die von den Nutzern selbst mit Inhalten gefüllt werden. Dies verschiebt die Perspektive von einer passiven zu einer aktiven Kundeninteraktion. Der Beitrag regt dazu an, langfristige Strategien zu entwickeln, die nicht nur die operative Praxis, sondern auch das strategische Ziel der Unabhängigkeit von großen Plattformen unterstützen. Durch die Betonung der Nutzererfahrungen als zentralen Bestandteil der Markenbindung wird ein kultureller Wandel angestoßen, der die Rolle der Marke neu definiert: nicht als alleiniger Gestalter, sondern als Facilitator von Erlebnissen, die durch die Community selbst entstehen.

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