Fallbeispiel: Erfahrungen zum Influencer Marketing im internationalen Kontext am Beispiel von Perrigo

Fallbeispiel: Erfahrungen zum Influencer Marketing im internationalen Kontext am Beispiel von Perrigo
Mitschnitt-Länge: 30 Minuten
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Mitschrift verfügbar

Einblick in Schwedens Influencer-Markt: Agenturabhängigkeit, Content-Präferenzen und Herausforderungen für internationale Marken.

Jana Lukaszewitz von Perrigo Nordic bietet im Praxis- und Projektbericht des Shift/MarKom Influencer Marketing FORUM 2021 einen detaillierten Einblick in die Struktur und Dynamik des Influencer-Marketings im skandinavischen Raum, insbesondere in Schweden. Der Beitrag hebt die agenturgetriebene Organisation des Marktes hervor, die den direkten Zugang zu Influencern erschwert und hohe Kosten verursacht. Durch die geringe Anzahl an Influencern entsteht ein stark vernetzter Markt, der für neue Marken schwer zugänglich ist. Diese Meta-Ebene des Beitrags zeichnet sich durch die Kombination aus praktischen Erfahrungen und strategischen Überlegungen aus, die für Marketing Manager und Brand Activation Specialists internationaler Consumer Brands von Interesse sind.


Lukaszewitz beschreibt, wie das Content-Konsumverhalten in Schweden sich von anderen Märkten unterscheidet, indem längere Formate wie Feed-Posts und YouTube-Videos bevorzugt werden. Die starke Agenturabhängigkeit und die damit verbundenen Mehrkosten stellen eine Herausforderung dar, während die geringe Priorität auf Authentizität und die Akzeptanz vorproduzierter Inhalte den Kampagnenerfolg nicht beeinträchtigen. Der Beitrag beleuchtet auch die Unterschiede zu anderen skandinavischen Märkten und gibt Empfehlungen für den Beziehungsaufbau mit Influencern, um langfristig erfolgreiche Kooperationen zu ermöglichen. Diese Erkenntnisse bieten wertvolle Orientierungshilfen für Unternehmen, die in den skandinavischen Markt eintreten oder ihre Strategien anpassen möchten.

Influencer-Marketing in Schweden ist extrem organisiert, da fast alle Influencer von Agenturen vertreten werden. Dies erschwert den persönlichen Kontakt und macht das Dealing teuer und komplex. – Jana Lukaszewitz


In Schweden konsumieren die Menschen Content anders als in Deutschland. Feed-Posts und YouTube-Videos sind erfolgreicher als Stories, da sich die Nutzer mehr Zeit für längere Inhalte nehmen. – Jana Lukaszewitz


Authentizität ist in Schweden weniger entscheidend. Influencer drehen oft Videos vor und spielen sie später ein, ohne dass dies den Erfolg der Kampagne beeinträchtigt. – Jana Lukaszewitz

  • Influencer-Marketing in Schweden ist stark durch Agenturen organisiert, was persönliche Kontakte erschwert und hohe Kosten verursacht.
  • Das Content-Konsumverhalten in Schweden unterscheidet sich stark von Deutschland: Feed-Posts und YouTube-Videos sind erfolgreicher als Stories.
  • Authentizität wird in Schweden weniger priorisiert, vorproduzierte Inhalte sind akzeptiert und beeinflussen den Kampagnenerfolg nicht negativ.
  • Beziehungen zu Influencern und Agenturen sind essenziell, um langfristig erfolgreiche Kooperationen aufzubauen.
  • Die geringe Anzahl an Influencern in Schweden führt zu einem stark vernetzten Markt mit eingeschränkten Zugangsmöglichkeiten für neue Marken.

Influencer-Marketing im skandinavischen Raum, insbesondere in Schweden, offenbart ein komplexes Spannungsfeld zwischen Agenturabhängigkeit und der Notwendigkeit, lokale Marktbesonderheiten zu verstehen. Die strategische Relevanz für internationale Marken liegt in der Herausforderung, sich in einem stark vernetzten und professionalisierten Markt zu positionieren, in dem persönliche Beziehungen zu Influencern durch agenturvermittelte Strukturen erschwert werden. Diese Abhängigkeit von Agenturen führt zu erhöhten Kosten und einem Verlust an direkter Kommunikation, was die Flexibilität und Authentizität der Kampagnen beeinträchtigen kann. Gleichzeitig zeigt sich ein kultureller Unterschied im Content-Konsumverhalten, der längere Formate bevorzugt und weniger Wert auf spontane Authentizität legt. Diese strukturellen Widersprüche und kulturellen Unterschiede erfordern von Marken ein Umdenken in ihrer strategischen Herangehensweise an den skandinavischen Markt.


Der Beitrag fordert Marketingverantwortliche auf, ihre Strategien zu überdenken und den Fokus auf den Aufbau langfristiger Beziehungen zu legen. Anstatt auf schnelle Erfolge zu setzen, sollten Marken in die Beobachtung und das Verständnis der Influencer-Community investieren, um authentische und nachhaltige Kooperationen zu etablieren. Diese Herangehensweise verschiebt die Perspektive von kurzfristigen Kampagnenerfolgen hin zu einer strategischen Integration in den lokalen Markt. Die operative Praxis, Influencer vorab intensiv zu testen und Beziehungen zu pflegen, unterstützt das strategische Ziel, in einem kulturell unterschiedlichen Umfeld erfolgreich zu agieren. Der Beitrag leistet somit einen wertvollen Impuls für die Weiterentwicklung von Influencer-Marketing-Strategien, indem er die Notwendigkeit eines kulturellen Wandels und einer Anpassung an lokale Gegebenheiten betont.

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