Im Gespräch mit Andrea Hartmair über Unternehmenskommunikation in Zeiten des Wandels

Folge 094

Im Gespräch mit Andrea Hartmair über Unternehmenskommunikation in Zeiten des Wandels
Mitschnitt-Länge: 45 Minuten
Mitschrift verfügbar

Andrea Hartmair analysiert, wie digitale Transformation Unternehmenskommunikation verändert und Mitarbeitende als Kommunikatoren stärkt.

Andrea Hartmair, Chief Communications Officer der BACHMANN Group, diskutiert im Interview auf den Shift/HR Talks 2022 die Herausforderungen und Strategien der Unternehmenskommunikation in Zeiten des Wandels. Der Beitrag bietet eine tiefgehende Analyse der digitalen Transformation und ihrer Auswirkungen auf Kommunikationsprozesse in mittelständischen, technologieorientierten B2B-Unternehmen. Besonderes Augenmerk liegt auf der Rolle der Mitarbeitenden als aktive Kommunikatoren und der Notwendigkeit, digitale Kompetenzen im gesamten Unternehmen zu stärken. Die Perspektive von Hartmair als Führungskraft in einem inhabergeführten Familienunternehmen bietet praxisnahe Einblicke in die Anpassung der Kommunikationskultur an hybride Arbeitsmodelle und die zunehmende Bedeutung von Authentizität und Vertrauen.


Im Gespräch hebt Hartmair hervor, dass die Digitalisierung die Unternehmenskommunikation grundlegend verändert hat und neue Kompetenzen erfordert. Sie betont die Wichtigkeit schneller Entscheidungswege und klarer Sprachregelungen in der Krisenkommunikation. Hybride Arbeitsmodelle und digitale Tools bieten Chancen, erfordern jedoch eine Anpassung der Kommunikationskultur. Hartmair beschreibt, wie die BACHMANN Group Mitarbeitende als Multiplikatoren einsetzt und durch gezielte Schulungen und Netzwerke unterstützt. Die Herausforderungen der internationalen Kommunikation und die Notwendigkeit einer flexiblen, werteorientierten Strategie werden ebenfalls thematisiert. Abschließend empfiehlt Hartmair, Unternehmenskommunikation als kontinuierlichen Wandel zu begreifen und Mitarbeitende aktiv zu befähigen.

Unternehmenskommunikation ist heute nicht mehr nur One Voice, sondern Multiple Voices. Es ist entscheidend, intern eine saubere Engagement-Kommunikation zu haben, damit die Mitarbeiter nach außen effektiv kommunizieren können. – Andrea Hartmair


Schnelligkeit ist einer der Treiber in der Unternehmenskommunikation. Alles drumherum ist so schnelllebig, dass man nicht mehr warten kann, um zu reagieren. – Andrea Hartmair


Es ist viel schlimmer, nichts zu machen, als Fehler zu machen und daraus zu lernen. In der Kommunikation geht es darum, den Wandel mitzugehen und sich auszuprobieren. – Andrea Hartmair

  • Die Digitalisierung hat die Unternehmenskommunikation nachhaltig verändert und erfordert neue Kompetenzen und Strategien.
  • Mitarbeiter müssen als aktive Kommunikatoren geschult und in Kommunikationsprozesse eingebunden werden.
  • Krisenkommunikation erfordert schnelle Entscheidungswege und klare Sprachregelungen, um intern und extern konsistent zu agieren.
  • Hybride Arbeitsmodelle und digitale Tools bieten Chancen, erfordern jedoch eine Anpassung der Kommunikationskultur.
  • Werte wie Authentizität und Vertrauen gewinnen in der Unternehmenskommunikation zunehmend an Bedeutung.

Die Unternehmenskommunikation steht vor der Herausforderung, sich in Zeiten digitaler Transformation und hybrider Arbeitsmodelle neu zu definieren. Die strategische Relevanz liegt in der Fähigkeit, interne und externe Stakeholder effektiv zu erreichen und einzubinden. Ein zentrales Spannungsfeld ist die Balance zwischen Geschwindigkeit und Konsistenz in der Kommunikation. Während traditionelle Kommunikationswege oft zu langsam sind, erfordert die digitale Welt schnelle Reaktionen und klare Sprachregelungen. Diese Dynamik führt zu einer Verantwortungsverschiebung: Mitarbeitende werden zu aktiven Kommunikatoren, was eine umfassende Schulung und Befähigung erfordert. Der Beitrag beleuchtet, wie Unternehmen mit begrenzten Ressourcen diese Transformation bewältigen können, indem sie auf Authentizität und Vertrauen setzen, um strukturelle Widersprüche zu überwinden und die Unternehmensziele zu erreichen.


Aus dem Beitrag lassen sich mehrere handlungsrelevante Prinzipien ableiten. Die Befähigung der Mitarbeitenden als Multiplikatoren ist entscheidend, um die Kommunikationskultur zu stärken und die Unternehmensziele zu unterstützen. Dies erfordert eine flexible Anpassung der Kommunikationsmodelle, die sowohl digitale als auch persönliche Formate integrieren. Die Reflexion über Fehler als Lernchance und die Förderung einer offenen Unternehmenskultur sind zentrale Empfehlungen, die zur Weiterentwicklung der Unternehmenskommunikation beitragen. Der Beitrag fordert dazu auf, hybride Kommunikationsmodelle als Chance für kulturellen Wandel zu begreifen und die Eigenverantwortung der Mitarbeitenden zu stärken. Diese Perspektive verschiebt den Fokus von einer zentralisierten Kommunikationsstrategie hin zu einem dezentralen, partizipativen Ansatz, der die operative Praxis mit strategischen Zielen und kulturellem Wandel in Einklang bringt.

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