Björn Eichstädt, geschäftsführender Gesellschafter der Agentur Storymaker, diskutiert in einem Interview im Rahmen der Shift/HR Talks 2022 die strategische Bedeutung der Unternehmensgeschichte, auch bekannt als Core Story, für die Unternehmenskommunikation. Der Beitrag richtet sich an Kommunikationsleiter in mittelständischen, technologieorientierten B2B-Unternehmen und bietet eine detaillierte Betrachtung, wie eine konsistente Markenidentität durch die Entwicklung einer umfassenden Unternehmensgeschichte erreicht werden kann. Eichstädt bringt seine Expertise im strategischen Storytelling ein, um die Notwendigkeit einer abteilungsübergreifenden Kommunikationsbasis zu verdeutlichen.
Im Gespräch hebt Eichstädt sechs zentrale Aspekte der Core Story hervor: Herkunft, Zielsetzung, Kompetenz, Zielgruppen, Kultur und Protagonisten. Diese Elemente bilden die Grundlage für eine ganzheitliche Unternehmenskommunikation. Er betont, dass eine effektive Core Story die Zusammenarbeit verschiedener Abteilungen erfordert, um eine einheitliche Perspektive zu schaffen. Eichstädt kritisiert, dass viele Unternehmen in der Detailkommunikation verharren und das Gesamtbild aus den Augen verlieren. Er illustriert dies anhand von Beispielen aus der US-amerikanischen Unternehmenspraxis, wo Storytelling effektiver eingesetzt wird, um eine starke Identität zu schaffen. Abschließend beschreibt er den Prozess der Core Story-Entwicklung als eine Art Bildhauerei, bei der das Wesentliche herausgearbeitet wird, um die Komplexität zu reduzieren und die Unternehmenskommunikation zu steuern.
