Im Gespräch mit Sama Al-Naib zu den Veränderungen im Influencer Marketing

Folge 113

Im Gespräch mit Sama Al-Naib zu den Veränderungen im Influencer Marketing
Mitschnitt-Länge: 45 Minuten
Mitschrift verfügbar

Sama Al-Naib beleuchtet, wie BCW Global mit einem earned-first Ansatz und KI-Tools die Machtbalance im Influencer Marketing neu definiert.

Sama Al-Naib, Head of Influencer Marketing bei BCW Global, analysiert im Interview die aktuellen Entwicklungen im Influencer Marketing. Der Fokus liegt auf der strategischen Anpassung an die diversifizierte Creator Economy und den Wandel hin zu aktiven Engagements. BCW Global verfolgt einen earned-first Ansatz, der Influencern kreative Freiräume bietet und auf glaubwürdige Geschichten setzt, um deren Interesse zu gewinnen. Diese Perspektive hebt sich durch die Betonung auf Win-Win-Situationen und die Nutzung von KI-basierten Tools zur Identifikation relevanter Engagements hervor.


Im Gespräch werden zentrale Strategien und Methoden wie das firmeneigene Framework „Truefluence“ und die Bedeutung von Test-and-Learn-Ansätzen zur Auswahl geeigneter Influencer thematisiert. Al-Naib betont die Verschiebung der Machtbalance zugunsten der Influencer und die Notwendigkeit, langfristige Beziehungen durch flexible und kreative Zusammenarbeit zu pflegen. Die Diskussion umfasst auch die Herausforderungen der Plattform-Diversifikation und die Integration von Influencern in die kreative Konzeptionsphase, um authentische und wirkungsvolle Kampagnen zu entwickeln. Ein Issue Preparedness Plan wird als essenziell für das Risikomanagement empfohlen, um auf unerwartete Entwicklungen schnell reagieren zu können.

Influencer sind motiviert durch Kreativität und ihre Zielgruppe, nicht nur durch finanzielle Anreize. Wir müssen mit ihnen zusammenarbeiten, um Geschichten zu erzählen, die ihre Aufmerksamkeit fesseln. – Sama Al-Naib


Die Definition von 'Creator' hat sich erweitert. Jeder kann ein Creator sein, solange der Inhalt stark genug ist, um Engagement zu erzeugen. – Sama Al-Naib


Es gibt keine Standardlösung im Influencer-Marketing. Der Raum ist extrem nuanciert und erfordert ein tiefes Verständnis für soziale Plattformen, die Wirtschaft und die Bedürfnisse der Creator. – Sama Al-Naib

  • Influencer Marketing hat sich von passiven Metriken wie Followerzahlen hin zu aktiven Engagements wie Kommentaren und Videoaufrufen entwickelt.
  • Ein earned-first Ansatz erfordert, dass Marken Influencern kreative Freiräume geben und eine glaubwürdige Geschichte erzählen, um deren Interesse zu gewinnen.
  • Die Diversifikation der Einkommensströme von Influencern hat deren Verhandlungsmacht gegenüber Marken erhöht, was eine stärkere Fokussierung auf Win-Win-Situationen erfordert.
  • Langfristige Beziehungen zu Influencern sollten durch Test-and-Learn-Ansätze aufgebaut werden, um die besten Partner für nachhaltige Kampagnen zu identifizieren.
  • Neue Plattformen wie TikTok haben die Creator Economy demokratisiert, wodurch kleinere, spezialisierte Influencer an Bedeutung gewinnen.

Im Influencer Marketing vollzieht sich eine tiefgreifende Transformation, die strategische und kulturelle Implikationen für Marketingverantwortliche in Konsumgüterunternehmen und Social Media Manager in Digitalagenturen mit sich bringt. Der Fokus verschiebt sich von passiven Metriken wie Followerzahlen hin zu aktiven Engagements, was eine neue Denkweise erfordert. Diese Entwicklung offenbart ein Spannungsfeld zwischen der Notwendigkeit, kreative Freiräume zu gewähren, und der Herausforderung, messbare Ergebnisse zu erzielen. Die Diversifikation der Einkommensströme von Influencern und die Demokratisierung der Creator Economy durch Plattformen wie TikTok verschärfen die Komplexität. Marken müssen sich anpassen, um in einer fragmentierten Landschaft relevant zu bleiben, was strukturelle Widersprüche und Zielkonflikte zwischen kurzfristiger Reichweite und langfristiger Glaubwürdigkeit offenlegt.


Der Beitrag fordert dazu auf, Influencer nicht nur als Werbeträger, sondern als kreative Partner zu betrachten, die in die Entwicklung von Kampagnen eingebunden werden sollten. Er empfiehlt, Influencern mehr kreative Freiheit zu gewähren und gleichzeitig durch gezielte Analysetools wie Truefluence die Effektivität der Zusammenarbeit zu messen. Diese Prinzipien verschieben die Perspektive von einer rein transaktionalen zu einer kooperativen Beziehung, die auf gegenseitigem Nutzen basiert. Für die Zielgruppe bedeutet dies, dass sie ihre operative Praxis anpassen muss, um strategische Ziele wie nachhaltige Markenbindung und kulturellen Wandel zu erreichen. Der Beitrag leistet somit einen wertvollen Beitrag zur Weiterentwicklung des Influencer Marketings, indem er aufzeigt, wie Marken durch die Integration von Influencern in kreative Prozesse und die Nutzung moderner Analysetools langfristigen Erfolg sichern können.

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