Das Interview mit Wolfgang Lünenbürger-Reidenbach bietet einen tiefen Einblick in die Rolle von Creative Governance für kreatives Storytelling in Agenturen und Professional Services. Lünenbürger-Reidenbach diskutiert, wie dieser Ansatz kreative Ideenentwicklung mit klaren Leitplanken verbindet, um konsistente und emotionale Kommunikation sicherzustellen. Der Beitrag hebt die Bedeutung kollaborativer Prozesse hervor, die sich von traditioneller Kreativdirektion abgrenzen, und zeigt auf, wie Creative Governance als Haltung und inhaltliche Linie über die Abstimmung von Kanälen hinausgeht.
Im Gespräch wird deutlich, dass Creative Governance auf der Entwicklung großer Ideen basiert, die auf menschlichen Wahrheiten fußen und ohne Erklärung verständlich sind. Lünenbürger-Reidenbach beschreibt den Inkubatoransatz als bevorzugte Methode, um in kleinen Teams strategisch fundierte Ideen zu entwickeln. Praxisbeispiele wie die „Missing Page“-Kampagne verdeutlichen, wie solche Ideen über verschiedene Kanäle hinweg konsistent umgesetzt werden können. Lünenbürger-Reidenbach sieht seine Rolle als Katalysator, der Teams unterstützt, eigenständig und effizient an großen Ideen zu arbeiten, und betont die Notwendigkeit, Governance als Kommunikationsaufgabe zu verstehen.
