Kamin-Gespräch mit Valentina Kerst zur politischen Kommunikation

Session 14

Kamin-Gespräch mit Valentina Kerst zur politischen Kommunikation
Mitschnitt-Länge: 20 Minuten
Mitschrift verfügbar

Digitale politische Kommunikation: Strategien zur Bewältigung von Plattformabhängigkeit und gesellschaftlicher Polarisierung im Fokus.

Im Rahmen der Shift/HR Talks 2022 diskutieren Valentina Kerst, Staatssekretärin im Thüringer Ministerium f\u00fcr Wirtschaft, Wissenschaft und Digitale Gesellschaft, und weitere Experten die Herausforderungen und Strategien der digitalen politischen Kommunikation. Der Austausch beleuchtet die Komplexität und Geschwindigkeit digitaler Kanäle im politischen Umfeld, insbesondere im Kontext von Wahlkampagnen und gesellschaftlicher Polarisierung. Die Diskussion bietet Einblicke in die Notwendigkeit, Kommunikationsstrategien präzise abzustimmen und die Herausforderungen durch Hate Speech und Fake News zu bewältigen. Die Teilnehmer analysieren, wie politische Akteure ihre Botschaften trotz der erschwerten Bedingungen effektiv platzieren können.


Zentrale Erkenntnisse des Panels umfassen die Bedeutung spezialisierter Teams für die Bewältigung der digitalen Kommunikation und die Notwendigkeit einer engen Abstimmung mit Pressestellen. Valentina Kerst betont die Herausforderungen durch die hohe Taktung und die Notwendigkeit, schnell auf aktuelle Entwicklungen zu reagieren. Die Diskussion thematisiert auch die Rolle von Social Media und die Schwierigkeiten, die durch Plattformabhängigkeit und Datenschutz entstehen. Ein weiterer Fokus liegt auf der strategischen Planung und der kontinuierlichen Kommunikation, um die Chancen digitaler Kanäle optimal zu nutzen. Die Panelisten sind sich einig, dass politische Kommunikation nicht als kurzfristige Kampagne, sondern als langfristiger Prozess verstanden werden muss.

Politische Kommunikation im digitalen Zeitalter ist ein hochkomplexes Thema, das weit über das einfache Posten von Inhalten hinausgeht. Die Herausforderung besteht darin, in einem Umfeld von Fake News und dissonanten Öffentlichkeiten glaubwürdig zu bleiben. – Thorsten Ising


Die digitale Kommunikation im Wahlkampf ist nicht strategisch aufgestellt. Es fehlt an kontinuierlichem Campaigning, das über die letzten acht Wochen vor der Wahl hinausgeht. – www.thorsten-ising.com)","Valentina Kerst


Die Härte der Kommunikation nimmt zu, besonders auf Plattformen wie Twitter, wo politische Botschaften oft ohne echtes Community-Management verbreitet werden. – www.thorsten-ising.com)","Valentina Kerst

  • Digitale politische Kommunikation ist durch Hate Speech und Fake News stark herausgefordert und erfordert präzise Abstimmung und Strategie.
  • Politische Kommunikation muss zunehmend auf digitale Kanäle ausgerichtet sein, wobei die Abstimmung mit Pressestellen und Stakeholdern essenziell ist.
  • Die Geschwindigkeit und Taktung digitaler Kommunikation erschweren die Reaktion auf aktuelle Themen und die Vermeidung von Fehlinterpretationen.
  • Politische Akteure benötigen spezialisierte Teams, um die Herausforderungen der digitalen Kommunikation effektiv zu bewältigen.
  • Strategische Planung und kontinuierliches Campaigning sind entscheidend für den Erfolg digitaler Wahlkampagnen.

Digitale politische Kommunikation steht im Spannungsfeld zwischen der Notwendigkeit, schnell und präzise auf aktuelle Entwicklungen zu reagieren, und der Herausforderung, Angriffsflächen zu minimieren. Im Kontext der gesellschaftlichen Polarisierung und der allgegenwärtigen Bedrohung durch Hate Speech und Fake News wird deutlich, dass politische Akteure zunehmend spezialisierte Teams benötigen, um die Komplexität und Geschwindigkeit der digitalen Kanäle zu bewältigen. Ein zentraler Konflikt besteht in der Balance zwischen der Absicherung durch interne Abstimmungsprozesse und der Gefahr, dass politische Botschaften dadurch an Schärfe verlieren. Diese strukturellen Widersprüche verdeutlichen die Transformation, die politische Kommunikation durchläuft: von einer reaktiven zu einer strategisch geplanten und kontinuierlich geführten Disziplin, die sich den Herausforderungen der digitalen Ära anpassen muss.


Der Beitrag fordert Kommunikationsverantwortliche auf, digitale politische Kommunikation nicht als kurzfristige Kampagne, sondern als kontinuierlichen Prozess zu verstehen. Er betont die Notwendigkeit, spezialisierte Teams für Monitoring und strategische Planung aufzubauen, um die Chancen digitaler Kanäle effektiv zu nutzen. Die Diskussion zeigt, dass eine enge Abstimmung mit Pressestellen und politischen Partnern essenziell ist, um interne Konflikte zu vermeiden und auf aktuelle Entwicklungen schnell reagieren zu können. Der Beitrag verschiebt die Perspektive von einer rein operativen Praxis hin zu einem strategischen Ziel, das kulturellen Wandel erfordert: Die Integration digitaler Kommunikation in die Gesamtstrategie politischer Institutionen muss langfristig und konsistent erfolgen, um den Herausforderungen von Hate Speech, Fake News und gesellschaftlicher Polarisierung wirksam zu begegnen.

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