Kommunikations- und Marketingverantwortliche aus mittelständischen Unternehmen diskutieren die systematische Einführung und Professionalisierung von Corporate-Influencer-Programmen. Im Mittelpunkt steht der Wandel von einer streng kontrollierten, zentralisierten Unternehmenskommunikation hin zu einer offenen, von Mitarbeitenden getragenen Kommunikationskultur. Die Panelisten beleuchten, wie rechtliche Rahmenbedingungen, Social-Media-Guidelines und kontinuierliche Schulungen ineinandergreifen müssen, um Rechtssicherheit und strategische Kommunikationskompetenz zu gewährleisten. Besonderes Augenmerk liegt auf den Herausforderungen inhabergeführter Unternehmen, der Rolle von Führungskräften und der Notwendigkeit, Kommunikationsverantwortung zu teilen.
Im Austausch werden konkrete Modelle zur Auswahl, Befähigung und Betreuung von Corporate Influencern vorgestellt. Die Diskussion differenziert zwischen breiter Medienkompetenz für alle Mitarbeitenden und gezielten Programmen für ausgewählte Personen oder Teams. Regelmäßige Schulungen, dynamische Guidelines und der Aufbau von Austauschformaten wie Workshops und internen Communities gelten als zentrale Erfolgsfaktoren. Die Panelisten betonen, dass organisatorisches Commitment, Ressourcen und Zeitkontingente für Corporate-Influencer-Aktivitäten klar definiert und bereitgestellt werden müssen. Der Kulturwandel wird als zentrale Herausforderung identifiziert, die nicht allein durch Richtlinien oder Tools bewältigt werden kann, sondern ein strategisches Umdenken auf Geschäftsführungsebene erfordert.
