Wie es Unternehmen leichtfallen kann, Kommunikationsstrategien wirklich zu implementieren

Wie es Unternehmen leichtfallen kann,  Kommunikationsstrategien wirklich zu implementieren
Mitschnitt-Länge: 20 Minuten
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Methoden zur nachhaltigen Verankerung von Kommunikationsstrategien: Top-Down-Commitment, Co-Creation, Prozessanpassung und Stakeholder-Einbindung.

Kommunikationsverantwortliche in großen Unternehmen stehen häufig vor der Herausforderung, Strategien nicht nur zu entwickeln, sondern auch nachhaltig im Arbeitsalltag zu verankern. Im Talk erläutert eine Vice President Digital Strategy, wie sich die Lücke zwischen Strategiepapier und operativer Umsetzung schließen lässt. Der Beitrag adressiert typische Stolpersteine wie mangelndes Top-Management-Buy-in, Überforderung operativer Teams und fehlende Nutzerzentrierung. Im Mittelpunkt steht ein methodischer Zugang, der auf die aktive Einbindung von Führungskräften und operativen Teams sowie die gezielte Steuerung des Change-Prozesses setzt.

Kern der Argumentation ist die konsequente Verzahnung von Top-Down-Commitment und partizipativen Formaten wie Co-Creation-Workshops. Die Sprecherin empfiehlt, das Management frühzeitig einzubinden, Ziele und Auswirkungen transparent zu machen und angrenzende Bereiche wie Produktmanagement oder Operations einzubeziehen. Für die Umsetzung im Alltag setzt sie auf differenzierte Lernangebote, individuelle Reflexionshilfen und regelmäßige Austauschformate. Die Anpassung von Prozessen, Verantwortlichkeiten und die Einbindung externer Dienstleister werden als zentrale Hebel benannt. Im Q&A werden Priorisierung bei der Einbindung von Mitarbeitenden, die Bedeutung von Wettbewerbsanalysen für das Management-Buy-in und die Herausforderungen des prozessualen Wandels vertieft. Abschließend fasst die Sprecherin ihre Empfehlungen in fünf konkreten Schritten zusammen, die von der Management-Einbindung bis zur kontinuierlichen Überprüfung der Umsetzung reichen.

Eine Strategie, im besten Fall eine Kommunikationsstrategie, bedeutet nicht, wir schmeißen jetzt alles raus und machen alles neu. Im besten Fall baut eine neue Strategie auf dem Bestehenden auf und bezieht aktuelle Entwicklungen ein. – Stefanie S\u00f6hnchen

Wenn das Management nicht komplett hinter der neuen Kommunikationsstrategie steht und diese aktiv mitträgt, ist die Umsetzung mit hoher Wahrscheinlichkeit zum Scheitern verurteilt. – Stefanie S\u00f6hnchen

Die eigentliche Arbeit beginnt erst mit der Vorstellung der Strategie: Unterschiedliche Lerntypen, interne Nutzerzentrierung und kontinuierliche Begleitung sind entscheidend, damit die Implementierung gelingt. – Stefanie S\u00f6hnchen

  • Eine Kommunikationsstrategie scheitert oft an fehlender Umsetzung, wenn das Top-Management nicht vollumfänglich dahintersteht.

  • Co-Creation-Workshops und die Einbindung relevanter interner Stakeholder sind entscheidend, um Akzeptanz und Nutzerzentrierung zu erreichen.
  • Die Implementierung einer neuen Kommunikationsstrategie erfordert eine klare interne Kommunikation, angepasste Prozesse und gezielte Trainings für unterschiedliche Lerntypen.
  • Der Change-Prozess muss als langfristige Transformation verstanden werden, die kontinuierliche Unterstützung, Feedbackschleifen und internes Lobbying benötigt.
  • Externe Dienstleister und alle mit Außenkommunikation betrauten Bereiche müssen aktiv in die neue Strategie eingebunden und gebrieft werden.

Die nachhaltige Implementierung von Kommunikationsstrategien in großen Organisationen offenbart ein zentrales Dilemma moderner Unternehmensführung: Die Diskrepanz zwischen strategischer Ambition und operativer Realität. Im Mittelpunkt steht die Frage, warum aufwendig entwickelte Strategiepapiere häufig an der Schwelle zur Umsetzung scheitern. Der Beitrag legt offen, dass die eigentlichen Barrieren weniger im Inhalt der Strategie, sondern in den Strukturen, Prozessen und Verantwortungsdiffusionen liegen. Transformation wird hier nicht als singuläres Ereignis, sondern als kontinuierlicher, von Macht- und Rollenkonflikten geprägter Prozess sichtbar. Die Notwendigkeit, Top-Management und angrenzende Bereiche frühzeitig einzubinden, adressiert den blinden Fleck vieler Change-Projekte: Ohne echtes Buy-in und Mitverantwortung der Führungsebene bleibt jede Strategie ein Papiertiger. Gleichzeitig wird deutlich, dass operative Teams häufig mit der Komplexität neuer Konzepte überfordert sind, wenn Nutzerzentrierung und partizipative Formate fehlen. Die Herausforderung liegt im Spannungsfeld zwischen zentraler Steuerung und dezentraler Adaption, zwischen strategischer Klarheit und kultureller Anschlussfähigkeit.

Aus dem Beitrag lassen sich mehrere handlungsleitende Prinzipien ableiten, die die Zielgruppe unmittelbar adressieren. Erstens fordert er dazu auf, Strategiearbeit als sozialen Prozess zu begreifen, der Co-Creation, Feedbackschleifen und gezielte Trainingsformate voraussetzt. Zweitens verschiebt er die Perspektive von der reinen Strategieentwicklung hin zur aktiven Prozessgestaltung: Die Anpassung von Rollen, Verantwortlichkeiten und Kommunikationsroutinen wird zur Voraussetzung für nachhaltigen Wandel. Drittens betont der Beitrag die Rolle der Kommunikationsverantwortlichen als interne Treiber und Kulturstifter, die konsequent als Vorbilder agieren und interne Lobbyarbeit leisten müssen. Für die Praxis bedeutet das: Wer Kommunikationsstrategien implementieren will, muss operative und kulturelle Hebel synchronisieren, Stakeholder aktivieren und die eigene Organisation als lernendes System begreifen. Damit liefert der Beitrag einen Impuls, Strategiearbeit nicht als Projekt, sondern als fortlaufende Führungsaufgabe zu verstehen, die strukturelle und kulturelle Transformation gleichermaßen adressiert.

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