Von wegen Fachkräftemangel und wie wir diesem mit Influencer Marketing begegnen können

Von wegen Fachkräftemangel und wie wir diesem mit Influencer Marketing begegnen können
Mitschnitt-Länge: 40 Minuten
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Mitschrift verfügbar

Wie Unternehmen mit Corporate und externen Influencern gezielt junge Talente ansprechen und authentische Einblicke ins Recruiting geben.

Influencer Marketing etabliert sich als strategischer Hebel im Recruiting, insbesondere für mittelständische Unternehmen im Dienstleistungssektor. Der Talk beleuchtet, wie Unternehmen Mitarbeiter gezielt als Markenbotschafter aktivieren und externe Influencer für die Ansprache junger Talente einsetzen. Im Fokus stehen die Herausforderungen des Fachkräftemangels, die veränderten Erwartungen der Generation Z an Arbeitgeber sowie die Notwendigkeit, authentische Einblicke in den Arbeitsalltag zu vermitteln. Die Perspektive basiert auf der Agenturerfahrung von Sarah Kübler und adressiert die Schnittstelle zwischen Personalmarketing und Unternehmenskommunikation.

Im inhaltlichen Schwerpunkt zeigt der Beitrag, wie Corporate Influencer Programme aufgebaut werden und welche Rolle die Motivation und Unterstützung der Mitarbeitenden spielt. Authentizität gilt als zentrales Kriterium für erfolgreiche Kampagnen, sowohl bei internen als auch externen Influencern. Praxisbeispiele verdeutlichen, wie Formate wie „Ein Tag als Praktikant“ oder Videoreihen auf Plattformen wie TikTok und YouTube gezielt Einblicke in Ausbildungsberufe und Unternehmenskultur geben. Die Auswahl passender Influencer, die Abstimmung von Image und Bewerbungsprozess sowie die Nutzung geeigneter Tools zur Content-Verteilung werden als erfolgskritische Faktoren herausgestellt. Abschließend wird Influencer Marketing als integraler Bestandteil einer modernen Recruiting-Strategie positioniert, bei der die eigenen Mitarbeitenden als wichtigste Markenbotschafter fungieren.

86 Prozent der jungen Menschen suchen Jobs auf Social Media – aber viele Unternehmen sind dort noch unsichtbar. Wer Talente gewinnen will, muss sich in den richtigen Peer Groups authentisch positionieren. – Sarah Kühler

Influencer-Marketing im Recruiting funktioniert nur, wenn das vermittelte Image und der Bewerbungsprozess zusammenpassen – sonst scheitert jede Kampagne an der Glaubwürdigkeit. – Sarah Kühler

Mitarbeiter als Markenbotschafter zu aktivieren, gelingt nicht durch Druck von oben, sondern indem man ihnen Content und Motivation liefert, mit dem sie sich wirklich identifizieren. – Sarah Kühler

  • Influencer Marketing ermöglicht authentische Einblicke in Unternehmen und spricht gezielt junge Zielgruppen an.

  • Die Aktivierung von Mitarbeitern als Influencer erfordert Motivation, passende Inhalte und einfache Teilbarkeit.
  • Corporate Influencer Programme stärken die Arbeitgebermarke und transportieren Unternehmenskultur nach außen.
  • Erfolgreiches Recruiting über Influencer setzt voraus, dass das vermittelte Image mit dem tatsächlichen Bewerbungsprozess übereinstimmt.
  • Die Auswahl passender Influencer und die Kombination aus reichweitenstarken und Nischen-Influencern sind entscheidend für den Kampagnenerfolg.

Influencer Marketing im Recruiting adressiert einen grundlegenden Zielkonflikt zwischen tradierten Kommunikationsstrukturen und den Erwartungen junger Talente an Authentizität und Nahbarkeit. Die strategische Relevanz liegt darin, dass klassische Employer-Branding-Ansätze und Jobbörsen die Lebensrealitäten und Mediennutzung der Zielgruppe zunehmend verfehlen. Die Integration von Mitarbeitenden als Corporate Influencer verschiebt Verantwortung für Arbeitgeberattraktivität von zentralen Kommunikationsabteilungen hin zu dezentralen, persönlichen Netzwerken. Damit entsteht ein Spannungsfeld zwischen Kontrollverlust und Glaubwürdigkeitsgewinn: Unternehmen müssen akzeptieren, dass die Deutungshoheit über die eigene Marke nicht mehr ausschließlich bei ihnen liegt. Gleichzeitig wird ein blinder Fleck sichtbar: Die Diskrepanz zwischen nach außen transportiertem Image und tatsächlicher Employee Experience bleibt häufig unbearbeitet, was das Risiko von Vertrauensverlusten erhöht. Die Transformation von Employer Branding zu einem dialogischen, partizipativen Prozess verlangt nicht nur neue Tools, sondern vor allem eine veränderte Haltung im Umgang mit Sichtbarkeit, Fehlerkultur und Mitarbeiterpartizipation.

Für die operative Praxis bedeutet das: Erfolgreiches Recruiting über Influencer setzt voraus, dass Unternehmen die Passung zwischen kommunizierten Werten und realen Arbeitsbedingungen kontinuierlich überprüfen und anpassen. Die Aktivierung von Mitarbeitenden als Markenbotschafter gelingt nur, wenn Motivation, Identifikation und Wertschätzung im Mittelpunkt stehen. Der Beitrag fordert dazu auf, Influencer Marketing nicht als kurzfristige Kampagnenlogik zu begreifen, sondern als strategisch integrierten Bestandteil der Arbeitgebermarke. Er verschiebt die Perspektive von Reichweitenmaximierung hin zu nachhaltiger Beziehungspflege und macht deutlich, dass Glaubwürdigkeit und Authentizität keine Nebenprodukte, sondern zentrale Steuerungsgrößen im Wettbewerb um Talente sind. Damit liefert der Beitrag einen Impuls für einen kulturellen Wandel: Employer Branding wird zur Gemeinschaftsaufgabe, in der operative Maßnahmen, strategische Ziele und die gelebte Unternehmenskultur eng verzahnt sind.

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