Wir befragen unsere Digital-Trend-Orakel Stefanie Söhnchen und Daniel Rehn

Session 2

Wir befragen unsere Digital-Trend-Orakel Stefanie Söhnchen und Daniel Rehn
Mitschnitt-Länge: 30 Minuten
Mitschrift verfügbar

Diskutieren Sie, wie TikTok und Snapchat die B2B-Kommunikation beeinflussen und welche Plattformen strategisch sinnvoll sind.

In der Paneldiskussion der Shift/HR Talks 2022 beleuchten Experten aus der digitalen Unternehmenskommunikation aktuelle Trends und Herausforderungen für B2B-Unternehmen. Die Diskussion bietet praxisnahe Einblicke in die strategische Plattformwahl und die Integration von Unternehmenswerten in die digitale Kommunikation. Besonders hervorgehoben wird die Bedeutung von Relevanz und Authentizität, um sich von der Konkurrenz abzuheben und Zielgruppen nachhaltig zu erreichen. Die Panelisten diskutieren die Notwendigkeit, Kommunikationsstrategien durch eine ausgewogene Nutzung von Owned, Earned und Paid Media zu optimieren, und betonen die Rolle von Mut und Haltung in der Unternehmenskommunikation.


Daniel Rehn und Stefanie Söhnchen teilen ihre Erfahrungen und Perspektiven zu den Veränderungen im Nutzerverhalten und der Plattformnutzung. TikTok wird als langfristig relevante Plattform identifiziert, während Snapchat als weniger geeignet für Markenkommunikation angesehen wird. Beide Experten betonen die Wichtigkeit, strategisch zu entscheiden, welche Plattformen für die jeweilige Marke sinnvoll sind. Stefanie Söhnchen empfiehlt, in Owned Media zu investieren, um Abhängigkeiten von großen Plattformen zu reduzieren. Die Diskussion zeigt, dass Unternehmen zunehmend bereit sind, neue Kommunikationswege zu beschreiten und gesellschaftlich relevante Themen authentisch zu besetzen, um Vertrauen und Relevanz zu gewinnen.

TikTok hält in dieser Hype-Beobachtung länger als Snapchat, weil es verständlicher ist. Aber das bedeutet nicht, dass Snapchat irrelevant geworden ist. – Daniel Rehn


Mut ist ein echter Trend. Der Mut, seine Art der Kommunikation zu ändern, ist auf vielen Ebenen gerade ein Riesenthema. – Daniel Rehn


Relevanz zu finden, die sich von anderen abhebt, ist eine Herausforderung. Es reicht nicht mehr aus, nur schön klickibunti Botschaften auf allen Plattformen rauszuprügeln. – Thorsten Ising

  • Unternehmen sollten verstärkt auf Owned Media setzen, um Abhängigkeiten von Social-Media-Algorithmen zu reduzieren.
  • Relevanz in der Kommunikation ist entscheidend, um sich von der Konkurrenz abzuheben und Zielgruppen nachhaltig zu erreichen.
  • Mut und Haltung in der Unternehmenskommunikation sind zentrale Trends, die Unternehmen helfen, authentisch und glaubwürdig zu wirken.
  • Die Wahl der richtigen Plattform sollte strategisch erfolgen, basierend auf Zielgruppenbedürfnissen und Unternehmenszielen.
  • Kurzlebige Inhalte wie Stories und kurze Videos bleiben ein wichtiger Trend, sollten jedoch durch langfristige Strategien ergänzt werden.

Die Diskussion um digitale Kommunikationsstrategien in der Unternehmenskommunikation offenbart zentrale Herausforderungen und Chancen für B2B-Unternehmen. Im Fokus steht die strategische Relevanz von Plattformwahl und authentischen Markenbotschaften, die als Schlüssel zur Differenzierung im Wettbewerb gelten. Ein Spannungsfeld entsteht durch die Abhängigkeit von externen Plattformen wie Facebook und TikTok, die trotz ihrer Reichweite nicht immer die strategischen Ziele eines Unternehmens unterstützen. Diese Abhängigkeit führt zu einer Verantwortungsverschiebung, bei der Unternehmen gezwungen sind, ihre Kommunikationsstrategien zu überdenken und verstärkt auf eigene Kanäle wie Newsletter und Blogs zu setzen. Der Beitrag thematisiert auch die kulturelle Transformation, die notwendig ist, um von einem Push- zu einem Pull-Prinzip in der Kommunikation zu wechseln, was Mut und eine klare Haltung erfordert. Diese Veränderungsbarrieren sind besonders in traditionellen Branchen spürbar, wo die Umstellung auf nutzerzentrierte Kommunikation noch in den Kinderschuhen steckt.


Der Beitrag liefert wertvolle Impulse für die operative Praxis, indem er Unternehmen dazu auffordert, ihre Kommunikationsstrategien mutig zu hinterfragen und neue Wege zu beschreiten. Die Empfehlung, Mitarbeitende als Corporate Influencer zu enablen, zeigt, wie interne Ressourcen strategisch genutzt werden können, um authentische Inhalte zu verbreiten. Diese Praxis steht im Einklang mit dem strategischen Ziel, Relevanz und Vertrauen bei den Zielgruppen zu stärken. Gleichzeitig verschiebt der Beitrag die Perspektive von kurzfristigen technologischen Hypes hin zu langfristigen kulturellen Veränderungen, die für den Erfolg in der digitalen Kommunikation entscheidend sind. Unternehmen werden ermutigt, ihre Wertebasis zu aktualisieren und den Dialog zwischen den Generationen zu fördern, um den Purpose 2.0 zu definieren. Diese Reflexionsimpulse tragen dazu bei, die Kluft zwischen operativer Praxis und strategischem Ziel zu überbrücken und den kulturellen Wandel in der Unternehmenskommunikation voranzutreiben.

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