Im Gespräch mit Maja Franke zur Wichtigkeit des Editorial Designs

Folge 106

Im Gespräch mit Maja Franke zur Wichtigkeit des Editorial Designs

Editorial Design als interdisziplinäres Handwerk: Erfahren Sie, wie es zur Nutzerbindung in Print- und digitalen Medien beiträgt.

Im Interview mit Maja Franke, Head of Content bei MANUFAKTOM, wird Editorial Design als interdisziplinäres Handwerk beleuchtet, das Journalismus, Typografie, Grafik und Zielgruppenanalyse vereint. Der Beitrag bietet praxisnahe Einblicke in die Publishing- und Kommunikationsbranche und zeigt, wie Editorial Design gezielt zur Nutzerbindung eingesetzt wird. Die Diskussion umfasst sowohl Print- als auch digitale Medien und hebt die Bedeutung von Dramaturgie und zielgerichteter Gestaltung hervor. Franke teilt ihre Erfahrungen und betont die Notwendigkeit, Editorial Design als eigenständiges Handwerk zu verstehen, das weit über bloße grafische Verschönerung hinausgeht.


Maja Franke erläutert, dass Editorial Design als Schnittstelle zwischen Inhalt und Rezipient fungiert, indem es Informationen so aufbereitet, dass sie von der Zielgruppe gewollt und verstanden werden. Sie beschreibt die Gestaltung eines Covers als entscheidend für die Aufmerksamkeit und Relevanz eines Mediums und hebt die Strukturierung von Magazinen in Triaden hervor, um die Leserbindung zu stärken. Im digitalen Kontext erfordert Editorial Design Anpassungen an technische Beschränkungen und Nutzerverhalten, bleibt jedoch relevant. Franke empfiehlt Unternehmen, gezielt Kompetenzen in Zielgruppenanalyse, Dramaturgie und Leserführung aufzubauen, um aus der Informationsflut herauszustechen und nachhaltige Nutzerbindung zu erreichen.

Editorial Design ist eine wunderbare Mischung aus Journalismus, Typografie und Grafik, garniert mit einem umfangreichen Interesse an Themen. – Maja Franke


Ein gutes Cover muss innerhalb von Sekunden die Aufmerksamkeit einfangen und den Leser zum Käufer machen. – Maja Franke


Die Bedeutung des Editorial Designs ist massiv gestiegen, um in der Informationsflut noch Aufmerksamkeit zu gewinnen. – Maja Franke

  • Editorial Design ist eine interdisziplinäre Disziplin, die Journalismus, Typografie, Grafik und Zielgruppenanalyse vereint.
  • Die Gestaltung eines Covers ist entscheidend für die Aufmerksamkeit und Relevanz eines Mediums, unabhängig von Print oder Digital.
  • Zielgruppenorientierung und Leserführung sind zentrale Elemente für erfolgreiches Editorial Design.
  • Die Dramaturgie eines Magazins sollte über Triaden strukturiert werden, um die Aufmerksamkeit der Leser zu halten.
  • Editorial Design ist auch im digitalen Kontext relevant, erfordert jedoch Anpassungen an technische Beschränkungen und Nutzerverhalten.

Editorial Design ist ein strategisch bedeutsames Handwerk, das weit über die bloße visuelle Gestaltung hinausgeht. Es vereint Disziplinen wie Journalismus, Typografie und Grafik, um Inhalte zielgerichtet zu kommunizieren und Nutzerbindung zu fördern. In einer Zeit, in der die Informationsflut stetig wächst, wird die Fähigkeit, Inhalte so zu strukturieren und zu präsentieren, dass sie die Aufmerksamkeit der Zielgruppe gewinnen, immer wichtiger. Ein zentraler Konflikt besteht darin, dass viele Unternehmen Editorial Design noch nicht als eigenständiges Handwerk wahrnehmen und grafische Aufgaben oft an klassische Grafiker vergeben, die nicht die dramaturgischen und strukturellen Anforderungen eines Magazins oder einer Broschüre erfüllen. Dies führt zu einem Spannungsfeld zwischen ästhetischer Gestaltung und inhaltlicher Tiefe, das durch eine klare Zielgruppenorientierung und die Integration von Storytelling überwunden werden muss.


Der Beitrag von Maja Franke liefert wertvolle Impulse für die Weiterentwicklung des Editorial Designs. Sie betont die Notwendigkeit, Editorial Design als interdisziplinäres Handwerk ernst zu nehmen und gezielt Kompetenzen in Zielgruppenanalyse, Dramaturgie und Leserführung aufzubauen. Unternehmen werden aufgefordert, ihre Inhalte klar und strukturiert zu präsentieren, um aus der Masse an Informationen hervorzustechen und nachhaltige Nutzerbindung zu erreichen. Dies erfordert einen kulturellen Wandel hin zu einer stärkeren Wertschätzung der gestalterischen und inhaltlichen Qualität von Medien. Der Beitrag verschiebt die Perspektive von einer rein grafischen zu einer ganzheitlichen Betrachtung des Editorial Designs, die sowohl die operative Praxis als auch strategische Ziele und kulturelle Veränderungen berücksichtigt.

Der Zugriff auf das Video umfasst eine textuelle Aufarbeitung, die bereits mit einem Freemium-Account zugänglich ist.