Im Interview mit Maja Franke, Head of Content bei MANUFAKTOM, wird Editorial Design als interdisziplinäres Handwerk beleuchtet, das Journalismus, Typografie, Grafik und Zielgruppenanalyse vereint. Der Beitrag bietet praxisnahe Einblicke in die Publishing- und Kommunikationsbranche und zeigt, wie Editorial Design gezielt zur Nutzerbindung eingesetzt wird. Die Diskussion umfasst sowohl Print- als auch digitale Medien und hebt die Bedeutung von Dramaturgie und zielgerichteter Gestaltung hervor. Franke teilt ihre Erfahrungen und betont die Notwendigkeit, Editorial Design als eigenständiges Handwerk zu verstehen, das weit über bloße grafische Verschönerung hinausgeht.
Maja Franke erläutert, dass Editorial Design als Schnittstelle zwischen Inhalt und Rezipient fungiert, indem es Informationen so aufbereitet, dass sie von der Zielgruppe gewollt und verstanden werden. Sie beschreibt die Gestaltung eines Covers als entscheidend für die Aufmerksamkeit und Relevanz eines Mediums und hebt die Strukturierung von Magazinen in Triaden hervor, um die Leserbindung zu stärken. Im digitalen Kontext erfordert Editorial Design Anpassungen an technische Beschränkungen und Nutzerverhalten, bleibt jedoch relevant. Franke empfiehlt Unternehmen, gezielt Kompetenzen in Zielgruppenanalyse, Dramaturgie und Leserführung aufzubauen, um aus der Informationsflut herauszustechen und nachhaltige Nutzerbindung zu erreichen.
