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3 wesentliche Influencer Marketing Trends

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Die letzten zwei Jahre waren vor allem durch die Corona Pandemie stark geprägt. Social Media profitierte davon stark. Laut einer Studie von bitkom ( Bundesverbands Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien) nutzen seit Beginn der weltweiten Pandemie 75% der Befragten soziale Medien deutlich häufiger als noch zuvor, und das altersunabhängig. Moritz Wasserek, CEO und Founder der IROIN® Influencer Marketing Suite stellt die für ihn wesentlichen Influencer Marketing Trends vor.

TikTok ist gekommen um zu bleiben

TikTok ist längst kein Newcomer mehr. Trotzdem hat die App in den letzten Jahren einen beeindruckenden Wachstum hingelegt. Im September 2021 feierte TikTok 1 Mrd. Nutzer:innen. Für 2022 prognostiziert der App Analytics Anbieter APP ANNIE, dass die Zahl an Nutzer:innen weltweit auf 1,5 Mrd. steigen wird. TikTok ist somit längst noch nicht am Ende seiner Erfolgswelle und spielt bereits eine wesentliche Rolle für das Influencer Marketing. 

Aber was macht TikTok so einzigartig? Der personalisierte Content-Algorithmus von TikTok unterstützt Brands schnell viral zu gehen und somit die Brand Awareness zu steigern. TikTok bleibt außerdem ständig kreativ und entwickelt neue Features, die das Influencer Marketing auf der Plattform vereinfachen und mehr Monetarisierungs- und Marketing-Optionen bieten. Zum Beispiel die Shopify Integration im letzten Jahr ermöglichte es Unternehmen in Deutschland In-Feed-Videoanzeigen direkt auf Shopify zu erstellen und ihrer Community zu präsentieren. 
Kooperationen mit Nano- und Micro-Influencer:innen weiter ausbauen

Nano-und Micro-Influencer:innen zeichnet vor allem aus, dass sie überwiegend aus ihrem Alltag berichten und noch ganz nah an ihrer Community dran sind. Dadurch bringen ihnen die Follower:innen Vertrauen entgegen und sehen sie als authentisch an. Für Unternehmen wird es 2022 wichtig sein, Influencer:innen mit kleineren Follower-Größen in die Planung der Influencer Marketing Kampagnen aufzunehmen und langfristige Kooperationen aufzubauen. 

Die Social Media Plattformen arbeiten 2022 daran, die Zusammenarbeit zwischen Unternehmen und Nano- bzw. Micro-Influencer:innen zu vereinfachen und intensivieren. Wichtig ist dabei auch von perfekt inszenierten Content loszukommen, sondern den Influencer:innen mehr Freiraum in der Gestaltung zu lassen.

Ein neu eingeführtes Feature ist zum Beis die “Co-Author”-Funktion auf Instagram. Einmal produzierter Content kann durch das zusätzliche Veröffentlichen von einem Co-Author oder einer Co-Authorin so mehr organische Reichweite erzielen. Das gilt für: 

#1  Bilder im Feed
#2  Videos im Feed
#3  Reels

Influencer:innen können zum Beispiel  ein Unternehmen einladen, Co-Autor eines Beitrags zu werden. Wird die Einladung akzeptiert, dann erscheinen beide Kontonamen in der Kopfzeile des Beitrags und wird dieser mit der Community beider Konten geteilt. Die Autor:innen können die Anzahl der gemeinsamen Aufrufe, Likes und Kommentare von Follower:innen sehen. Bei bezahlten Partnerschaften zwischen Influencer:innen und Unternehmen ersetzt die neue Funktion nicht das Branded Content Tool.

Social Commerce wird das neue E-Commerce


„Im Jahr 2022 werden wir einen rasanten Ausbau von Social Commerce, in Form neuer Kaufoptionen von Produkten auf den Plattformen selbst, feststellen. Dieser Wandel wird die Arbeit mit den Influencer:innen beeinflussen und letztlich ein Erfolgstreiber für die Zusammenarbeit mit Influencer:innen sein.“ 
- Moritz Wasserek, CEO und Founder IROIN® Influencer Marketing Suite


Das Kaufverhalten hat sich nicht zuletzt wegen der Pandemie zunehmend verändert und das Shopping auf online Plattformen verlagert. Die Zahl der Social Media Einkäufe verdoppelte sich laut einer 2021 durchgeführten Studie von eMarketers in den USA von 2017 bis 2021. Für 2022 wurde eine steigende Zahl an Social Media Buyern von 96,1 Mio. prognostiziert. Diese neuen Einkaufsgewohnheiten schaffen auch ein Umfeld, in dem Influencer Marketing gedeihen kann. 

2022 werden wir einen rasanten Ausbau von Social Commerce, in Form neuer Kaufoptionen von Produkten auf den Plattformen selbst, feststellen. So wird ein nahtloser Check-out ohne Medienbruch möglich sein und die Customer Journey erheblich verbessert. Social Media wird so nicht mehr nur zum Aufbau eines Markenimages oder zum Teilen von Informationen relevant sein, sondern auch der Hauptkanal wenn es um den Verkauf von Produkten geht. Dieser Wandel wird die Arbeit mit den Influencer:innen beeinflussen und letztlich ein Erfolgstreiber für die Zusammenarbeit mit Influencern sein.  

Während TikTok bereits verschiedene Modelle zur Monetarisierung, wie die Integration von Shopify, auf der Plattform zur Verfügung stellt, lassen sich auf Instagram lediglich erste Vorboten für einen Weg hin zu Social Commerce erkennen.  Die Freischaltung von Swipe-Ups und Link-Sticker für alle Influencer:innen vereinfachen den Verkauf von Produkten über Influencer:innen. Als praktischen Side-Effekt lernt Instagram, wohin die User:innen weitergeleitet werden und was letztlich einen Kauf initiiert.

Es lassen sich außerdem weitere Shopping Trends auf Social Media vorhersagen: 

  1. In China haben Plattformen, wie JD.com oder auch Taobao.com das Live-Shopping bereits sehr erfolgreich in ihre Verkaufsstrategie integriert. Influencer:innen oder auch Celebrities agieren als Verkäufer:innen, bewerben live ausgewählte Produkte und stehen in Chats für Fragen zur Verfügung. Auch in Deutschland gibt es mit Yoursosho bereits einen ersten Anbieter, der sich auf dieses spezielle Shopping-Erlebnis spezialisiert hat. 
  2. Ein wichtiges Element für das Social Selling werden außerdem die Influencer:innen selbst sein. Aus dem Aufstieg der Social-Media-Influencer:innen resultieren viele erfolgreiche Geschäftsmodelle. Influencer:innen machen ihre Namen selbst zu etablierten Marken und brachten bereits ihre ganz eigenen Produktlinien auf den Markt - von Kosmetik über Kochgeschirr und Kleidung bis hin zur eigenen App.
  3. Parallel zum Boom der Social-Media-Influencer:innen hat sich, wenn auch deutlich langsamer, der Trend auf digitale Kleidung und Sampling verlagert. Angesagte Fashion-Brands und große Modehäuser bewegen sich allmählich weg von den Laufstegen und Schaufensterpuppen hin zu digitaler Kleidung, die von Influencer:innen zur Schau gestellt werden. In einigen Fällen handelt es sich dabei nicht einmal mehr um die Influencer:innen selbst, sondern um ihre digitalen Avatare.

Fazit

Eine Plattform, die der Markt nicht aus den Augen verlieren darf, ist TikTok. Die Social Media Plattform verspricht großes Potenzial nicht nur unabhängig von Follower:innen viral zu gehen, um eine Markenimage aufzubauen, sondern auch Umsätze zu generieren.

Auch die Arbeit mit Nano- und Micro-Influencer:innen wird sich wesentlich intensivieren. Die Social Media Plattformen arbeiten bereits daran, die Kooperationen mit Influencer:innen zu vereinfachen.

“Die Datenschutz- und Cookie-Debatte der großen Player Apple und Google werden nicht dazu führen, dass Meta oder Snapchat Verlierer der Tracking und Targeting Beschränkungen sein werden. Im Gegenteil: Die bekannten  Social Media Plattformen zeichnen sich durch ihre  Marktdominanz und trotzdem smarte Anpassungsfähigkeit aus.”
- Moritz Wasserek, CEO und Founder IROIN® Influencer Marketing Suite

Wir werden einen rasanten Ausbau von Social Commerce feststellen. Die ersten Schritte sind bereits getan. Letztlich wird sich auch das Influencer Marketing verändern, an die neuen Anforderungen anpassen und einen neuen Aufschwung erfahren.

Photo by John Arano on Unsplash

  •  Bach
  • Schreibe-Kategorie  | Gastbeitrag  | D2M SUMMIT (Neue ParentKat)  | Influencer Marketing FORUM

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