Was sind Computerspiele? Warum lassen sich Menschen freiwillig darauf ein? Wohin geht der Trend und welche Konsequenzen zieht das digitale Spiel nach sich? Aktuell ist die Forschungslage besonders in Deutschland eher dünn. Klassifizierungen und Zuordnungen in der Welt der digitalen Spiele sind in der laufenden Diskussion. Am Lehrreichsten ist daher wie meistens das direkte Gespräch mit den Beteiligten, den Entwicklern und Spielern.
Die Computerspiele-Industrie unterscheidet drei (Spiele-Träger), die langsam zusammenwachsen. Zunächst gibt es die sogenannten Konsolenspiele, wie Playstation, XBox, Nintendo. Der Spieler muss ein mehr oder minder teures Gerät anschaffen, um dort exklusiv wiederum kostenpflichtige Spiele zu spielen. Die Verbreitung von Konsolenspielen in Deutschland ist im Verhältnis zu anderen westlichen Ländern sehr gering. Erst ein Drittel aller Haushalte ist mit einem Spielgerät ausgestattet. In angelsächsischen oder asiatischen Ländern sind es fast 100 Prozent.
Daneben gibt es die klassischen Computerspiele, die man kaufen und an jedem PC spielen kann. Des Deutschen liebste Art des Computerspiels.
Den aktuellen Boom der digitalen Spiele hat allerdings das Internet ausgelöst. Seitdem es genügend Breitbandanschlüsse gibt, fangen die Menschen massenhaft an, sich über das Internet zu verabreden und gemeinsam zu spielen, der englische Fachausdruck für diese Spiele: Massive Multiplayer Online-Games (MMOGs). Konsequenterweise arbeiten auch die Konsolen- und PC-Spiele-Hersteller daran, ihre Geräte internettauglich zu machen. Die ersten Geräte sind bereits auf dem Markt.
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