Medien-Insider werden es schon http://www.nypost.com/seven/08072007/business/timesselect_content_freed_business_holly_m__sanders.htm> hier und http://seekingalpha.com/article/44011-free-the-new-york-times-s-archives> hier schon vor Wochen gelesen haben, die http://www.faz.net/s/Rub4C34FD0B1A7E46B88B0653D6358499FF/Doc~ED4CC0CE7272543E8BB3DEB2E7D17E728~ATpl~Ecommon~Scontent.html> FAZ berichtete auch im August bereits darüber - nun http://www.nytimes.com/ref/membercenter/lettertoreaders.html> ist es offiziell und es "kräht" ?ber alle Kanäle (http://radar.oreilly.com/archives/2007/09/ny_times_ends_s.html>; O'Reilly, http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,506359,00.html> SPON, http://www.golem.de/0709/54832.html> Golem): Zum morgigen Tag macht die New York Times im Internet die Tore wieder komplett auf und verabschiedet sich vom "Paid Content" in Form des "TimeSelect"-Service. Als Grund wird die brückelnde Informationshoheit im Internet angeführt - Online-Medienkonsumenten haben im Internet unzählige Möglichkeiten über Google wie auch "Social Media"-Formate an die Information zu gelangen. Im Rahmen des TimesSelect-Service befinden sich auch einige "wertige" Blog-Formate und Kolumnen, die nun "kostenlos" werden.
Stellt sich die Frage - ist das der Anfang vom Ende von bezahlten Inhalten? Diese Frage lässt sich nur beantworten, wenn man sie differenziert betrachtet.
Ja - es ist das Ende von bezahlten Nachrichteninhalten, weil keine Redaktion einen wirklichen Mehrwert zu der Nachricht bringen kann. Den größten Nutzen erhält jene Redaktion, die als erste die Information auf den Markt bringt und von anderen Medien u.a. auch den unzähligen Blogs referenziert wird. Durch die Öffnung und die Integration in Social Networks kann die New York Times nicht nur im Bereich der allgemeinen Nachrichteninhalte, sondern auch in der Nische zum Meinungsführer avancieren.
Gleiches gilt für Kolumnen und Meinungsinhalten. Auch hier gilt - einen Mehr-Nutzen erhält das Unternehmen durch eine möglichst hohe Referenzierung. Dabei geht es nicht nur um den zugespielten Traffic, sondern auch um die "Credibility" an sich.
In Bezug auf Fachinhalte (was nicht Gegenstand des Informationsangebotes der NYT ist) würde ich allerdings behaupten, dass es durchaus sinnvolle "Paid Content"-Modellkonzepte geben kann. Allerdings nicht über die Reglementierung des Zugriffs als vielmehr über "Bepreisung" der unterschiedlichen Informationsaufbereitungen (kostenlos im Web und Downloads mit Charts und sonstige Aufbereitungen kostenpflichtig!).
Wie will die NYT nun aber in Zukunft ihr Geld verdienen? Die Hauptschule soll das Anzeigengeschäft ausmachen - nach den Informationen von http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,506359,00.html> SPON war es gerade der Trade-Off zwischen Abo-Geschäft und den Opportunitätskosten des Anzeigengeschäftes, was zu der Entscheidung geführt hat. Dabei geht es aber wohl weniger um das klassische Werbeschaltungsmodell als vielmehr um die Ansätze des Behavioral Targeting. So bietet die NYT durch ihr schier immenses Online-Angebot die besten Voraussetzung für eine Nutzeranalyse auf Basis von Informationsinteressen.
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