Die PR-2.0-Evangelisten vom Schlage Wolfgang Lünenbürger-Reidenbach predigen es von den Panels und Bühne bei Web 2.0-Veranstaltungen: das alte Modell der Öffentlichkeitsarbeit hat ausgedient, es gilt, Kunden eine Plattform zu schaffen, in der sie Gespräche führen können, denn: Märkte sind Gespräche. Die alte Kontrolle über die Marke ist damit natürlich dahin - das ist sie aber sowieso.
SAP, bei dem intern auch Weblogsysteme beim Wissensmanagement im Einsatz sind, betreibt verschiedene immer breitere Teile ihrer Kunden ansprechende Online-Foren, in denen eine Art Peer2Peer-Support stattfinden kann. So werden SAP-eigene Ressourcen entlastet und die den Wert der Produkte für alle erhöht - für Firma und Kunden. Würde SAP das nicht auf der eigenen Plattform anbieten, die Kunden hätten sich längst ihre digitalen Konversationsräume geschaffen.
Aus einem Bericht bei Channel Partners: SAP hat ihre Community für Geschäftsprozess-Experten um elf branchenspezifische Foren erweitert. Neu hinzugekommen sind die Bereiche öffentliche Hand, Forschung und Wissenschaft, Gesundheits-, Versorgungs- und Verteidigungswesen, Biotechnologie und Pharma, chemische und petrochemische Industrie, Bergbau und Metallverarbeitung, Maschinenbau und Einzelhandel.
Den Start zu ihrer "Business Process Experts Community" hat SAP auf ihrer letzt jährigen Partnerveranstaltung "Sapphire" in Paris gegeben. Damals gab es nur ein Forum, das für Konsumgüterindustrie. Heute zählt die Community bereit über 100.000 Mitglieder. Ziel des losen Verbunds ist es, Geschäftsprozess-Spezialisten aus verschiedenen Marktsegmente zu vernetzen und sowohl die Branchen interne als wie übergreifende Zusammenarbeit zu fördern.
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