Informationssucht macht uns zum Kundenservice Mitarbeiter

"Das Internet braucht NIEMANDEN! Aber JEDER von uns braucht das Internet".

Mit diesen einführenden Worten startete das "Media 2.0" Panel im Rahmen der Webciety auf der diesjährigen CeBIT. Inhalt der Diskussion stellte die Zukunft der Medien dar: wie soll es weitergehen?

Heiko Hebig von Hubert Burda Media brachte das Thema schnell zum Punkt: der Wandel der Kultur, Dialog statt Monolog, zwingt die Verlage zum Handeln. Digital Natives jetzt gewinnen und einbeziehen. Wer wartet, verliert.

Doch nicht nur "Kultur" war ein Schlagwort der Diskussion, auch "Technik" darf nicht vernachlässigt werden. Ibrahim Evsan findet dazu die richtigen Worte: "Mit der Technik muss man dem Menschen folgen." Es muss endlich geredet, Technik und Kreativität vereint werden. Man ist einfach noch zu "uncool".

Ibrahim Evsan macht zudem auf ein nationales Problem aufmerksam: eine stetige Verschiebung des Marktes in die USA. Junge Menschen nutzen schon längts nur noch Anbieter wie amazon oder google.

Wichtigstes Schlagwort blieb jedoch über alles hinweg "Nutzerfokussierung". Kundenorientierung muss groß geschrieben werden.

Thomas H. Kaspar formuliert es klar: eine Community will genutzt werden. Der Zeitungen sind Leuchtturmwärter, die endlich runter gehen müssen. Jede Lokalzeitung ist bereits eine Community, die sie brach liegen lässt. "Lokal" ist der einzige freie Platz im Internet.

Holger Kansky vom BDZV sieht die Chancen der lokalen Medien innerhalb der bestehenden Kundenbeziehungen vor Ort und dem Einsatz mobiler Lösungen.

Auch sind klare Worte zu den Erlösmodellen gefallen. Wenn auch zum jetzigen Zeitpunkt vergleichsweise geringe Einnahmen online zu verzeichnen sind, soll das nicht abschrecken. Investitionen müssen getätigt werden. Kreativität ist gefragt, neue Technologie anzuwenden. Die Welt verändert sich und die Medien mit.

Eine Aufzeichnung der kompletten Diskussion "Media 2.0" im Rahmen der Webciety 2009 mit Prof. Dr. Ewald Wessling, Thomas Kaspar, Heiko Hebig, Ibo Evsan, Holger Kansky und Jörg Sadronzinski unter zaplive.tv.

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